Cashflow-Management-Software im Vergleich

Eine Cashflow-Management-Software zeigt dir, wie viel Geld in den nächsten Wochen und Monaten auf deinen Konten liegt. Sie liest Bankumsätze und offene Rechnungen ein und rechnet daraus den Kontostand fort. Diese Seite vergleicht die Werkzeuge, die es dafür in Deutschland gibt, mit Preisen und mit einer Empfehlung je Ausgangslage.

Wer hier schreibt: Diese Website gehört der finban GmbH, einem der Anbieter im Vergleich. Wir nennen deshalb zu jedem Werkzeug die Quelle der Angaben und sagen dazu, wann ein anderes besser passt als unseres.

Das Wichtigste in Kürze

  • Für ein Unternehmen mit ein bis fünf Bankkonten kostet eine Cashflow-Software zwischen 35 € und 105 € im Monat.
  • Die Werkzeuge unterscheiden sich weniger in den Funktionen als darin, für wen sie gebaut sind: Einzelunternehmen, kleine Firmen, Unternehmensgruppen.
  • Bis etwa 30 Buchungen im Monat und einem Konto reicht eine Tabelle. Darüber frisst das Abtippen der Kontoauszüge mehr Zeit, als die Software kostet.
  • Jeder Anbieter lässt dich kostenlos testen. Teste mit deinen echten Konten, nicht mit Beispieldaten.

Die Anbieter im Vergleich

Listenpreise bei monatlicher Zahlung, ohne Umsatzsteuer, gelesen am 12. Oktober 2026 auf den Preisseiten der Anbieter. Wer sich für ein oder zwei Jahre bindet, zahlt bei allen weniger: bei finban 25 %, bei Tidely 20 bis 30 %. Preise ändern sich; prüfe sie vor dem Abschluss beim Anbieter.

AnbieterEinstiegMittlerer TarifGroßer TarifKostenloser Test
finban35 € · 1 Konto, 1 Nutzer65 € · 5 Konten, 5 Nutzer120 € · 10 Konten, 10 Nutzer, 5 Firmen14 Tage
Tidely55 € · 1 Konto, 1 Nutzer105 € · 5 Konten, 2 Nutzer265 € · 10 Konten, 5 Nutzer, 3 Firmen7 Tage
Commitly55 € · 1 Konto, 1 Nutzer105 € · 5 Konten, 3 Nutzer195 € · 10 Konten, 5 Nutzer, 3 Firmen14 Tage
re:capkostenloser Basistarifab 79 €––
Agicapkeine öffentlichen Preise––Demo auf Anfrage

Was die Tabelle nicht zeigt: Bei Tidely kosten einzelne Anbindungen extra, zum Beispiel die an DATEV 35 € im Monat. Bei Commitly sinkt der Preis nur in den ersten Monaten eines längeren Vertrags. Rechne deshalb immer den Preis für deine Zahl an Konten, Nutzern und Anbindungen aus, nicht den Einstiegspreis.

Welches Werkzeug zu welcher Ausgangslage passt

Du bist selbstständig oder führst eine kleine Firma mit einem Konto

Du brauchst eine Vorschau auf drei Monate und die Rücklage für Steuern, keine Konzernfunktionen. Hier zählen der Preis und wie schnell du startklar bist. In Frage kommen die Einstiegstarife von finban (35 €), Tidely und Commitly (je 55 €) sowie der kostenlose Basistarif von re:cap. Prüfe bei re:cap, ob dir der Umfang des kostenlosen Tarifs reicht.

Du führst ein Unternehmen mit 10 bis 50 Mitarbeitern und mehreren Konten

Jetzt planen mehrere Personen mit, und die Gehälter sind der größte Posten. Achte auf die Zahl der Nutzer im Tarif und darauf, ob die Buchhaltung angebunden ist. Der mittlere Tarif kostet bei finban 65 € mit fünf Nutzern, bei Tidely 105 € mit zwei Nutzern, bei Commitly 105 € mit drei Nutzern. finban plant zusätzlich das Personal mit: Einstellungen und Gehaltsänderungen landen direkt in der Vorschau.

Du steuerst eine Gruppe mit mehreren Gesellschaften

Du brauchst die Sicht über alle Firmen und Konten hinweg, oft auch mehrere Währungen und Freigaben. Agicap richtet sich nach eigener Aussage genau an solche Gruppen im Mittelstand und ist dafür die erste Adresse, nennt aber keine Preise; rechne mit einem Angebot nach Gespräch. Für bis zu fünf Gesellschaften geht es auch günstiger: finban im großen Tarif (120 €), Commitly und Tidely mit je drei Firmen (195 € und 265 €).

Du suchst vor allem eine Finanzierung

re:cap verbindet die Liquiditätsplanung mit eigener Finanzierung. Wenn du beides aus einer Hand willst, sieh dir das zuerst an.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

  1. Bankanbindung: Liest das Werkzeug deine Konten automatisch ein, und zwar bei deiner Bank? Das läuft in Europa über die Schnittstelle PSD2 und ist nur lesend: Überweisen kann die Software nicht.
  2. Buchhaltung: Offene Rechnungen sind die halbe Vorschau. Prüfe, ob dein System angebunden ist, etwa lexoffice, sevDesk oder DATEV, und ob die Anbindung im Preis enthalten ist.
  3. Szenarien: Kannst du durchrechnen, was passiert, wenn ein großer Kunde zwei Monate später zahlt oder du zwei Leute einstellst?
  4. Nutzer und Konten im Tarif: Hier liegen die größten Preisunterschiede.
  5. Aufwand: Wie lange dauert es, bis die Vorschau stimmt? Rechne mit einem halben Tag fürs Einrichten und danach mit einer Viertelstunde pro Woche fürs Pflegen.

Excel oder Software?

Eine Tabelle reicht, solange du ein Konto hast, wenige Buchungen und niemand außer dir mitplant. Sie kostet nichts und du verstehst jede Zelle.

Der Umstieg lohnt sich, sobald eines davon zutrifft:

  • Du tippst jeden Monat Kontoauszüge ab.
  • Zwei Personen pflegen dieselbe Datei.
  • Du hast mehr als ein Konto oder mehr als eine Firma.
  • Die Bank oder ein Investor will eine Planung sehen, die zum Kontostand passt.

Eine Software ersetzt nicht das Nachdenken über die Annahmen. Sie nimmt dir das Abtippen ab und zeigt dir früher, wenn es eng wird.

Was eine Cashflow-Software nicht kann

Sie macht keine Buchhaltung und keinen Jahresabschluss. Sie überweist kein Geld. Und sie kennt nur, was auf dem Konto und in den Rechnungen steht: Einen Auftrag, der noch nicht geschrieben ist, musst du selbst eintragen.

finban ansehen

Wenn du finban ausprobieren willst: Auf finban.io findest du, wie die Vorschau aus Bankkonten und Rechnungen entsteht, und kannst 14 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.

Was kostet eine Cashflow-Management-Software?

Für ein Unternehmen mit ein bis fünf Bankkonten zwischen 35 € und 105 € im Monat bei monatlicher Zahlung, ohne Umsatzsteuer (Listenpreise von finban, Tidely und Commitly am 12. Oktober 2026). Für Unternehmensgruppen liegen die Tarife bei 120 € bis 265 €; Agicap nennt keine öffentlichen Preise.

Gibt es kostenlose Cashflow-Software?

re:cap hat einen kostenlosen Basistarif. Die anderen Anbieter bieten einen kostenlosen Test: finban und Commitly 14 Tage, Tidely 7 Tage. Dauerhaft kostenlos bleibt sonst nur die eigene Tabelle.

Was ist der Unterschied zwischen Cashflow-Software und Buchhaltungssoftware?

Die Buchhaltung hält fest, was war: Belege, Umsatzsteuer, Abschluss. Die Cashflow-Software rechnet aus Kontoständen und offenen Rechnungen vor, was kommt. Die meisten Cashflow-Werkzeuge lesen die Daten aus der Buchhaltung ein und ersetzen sie nicht.

Kann die Software auf mein Bankkonto zugreifen?

Nur lesend. Die Anbindung läuft über die europäische Schnittstelle PSD2: Du gibst den Zugriff bei deiner Bank frei und kannst ihn jederzeit widerrufen. Überweisungen kann die Software damit nicht auslösen.

Wie lange dauert die Einrichtung?

Rechne mit einem halben Tag: Konten und Buchhaltung anbinden, wiederkehrende Zahlungen prüfen, die ersten Annahmen eintragen. Verlässlich wird die Vorschau nach ein bis zwei Monaten, wenn du Plan und Ist verglichen hast.

Ab wann lohnt sich der Umstieg von Excel?

Sobald du Kontoauszüge abtippst, mehrere Personen dieselbe Datei pflegen oder du mehr als ein Konto hast. Mit einem Konto und wenigen Buchungen im Monat reicht eine Tabelle.